Briefmarken – Eine wahre Sammelleidenschaft

06 Sep

Früher dachte ich immer, Briefmarken zu sammeln gehört der Vergangenheit an. Heute weiß ich, dass es einer Schatzsuche gleicht. Sammler investieren viel Mühe und Zeit in das Sortieren und Suchen von Briefmarken. Sorgfältig werden sie in Bücher eingepflegt und es wird gewissenhaft darauf geachtet, dass die Marken mit einer speziellen Briefmarkenpinzette geordnet werden. Der Grund für den zwar zeitaufwendigen Prozess ist von großer Bedeutung. Schnell passiert es, dass Zähne einer Briefmarke beschädigt werden oder dass man die Marken unaufmerksam umsteckt und dabei Fingerabdrücke auf der Gummiseite hinterlässt. Zwar wird man die Schäden nicht sofort sehen, aber mit der Zeit können Mängel auftreten. Dann wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen.

Damals hat mein Opa immer seine Briefmarkenbücher ausgegraben, wenn ich bei ihm zu Besuch war. Er hat mir dann verschiedene Geschichten zu den unterschiedlichsten Briefmarken erzählt und ich habe ihm gespannt zugehört. Bis heute weiß ich zwar nicht, ob er mich mit seinen Erzählungen nur beeindrucken wollte oder ob er die Ereignisse wirklich erlebt hat. Ganz egal, ich habe ihm immer gespannt zugehört und wollte nach jeder Geschichte eine weitere hören. Die Ausgaben unzähliger Länder haben mich schon damals fasziniert und bis heute finde ich es erstaunlich, wie Briefmarken durch die ganze Welt reisen und irgendwann in einem Album wie dem meines Opas landen.

Wer mit Briefmarken wahres Geld verdienen möchte, braucht viel Geduld und Fachwissen in einem oder mehreren Spezialgebieten. Es ist nämlich so gut wie unmöglich sich mit allen Briefmarken auszukennen. Nicht selten kommt es vor, dass sich in Sammlerbüchern Schätze von bis zu 500 Euro befinden. Die wertvollsten Briefmarken sind und bleiben aber die Rote und Blaue Mauritius. Im Jahr 1993 wurde die Blaue Mauritius Marke für etwa 1,1 Millionen Euro versteigert. Mal sehen, vielleicht sollte ich noch einmal einen Blick in das Briefmarkenalbum meines Opas werfen ;).

Aber jetzt zu euch: Sammelt ihr selbst auch Briefmarken? Oder kennt ihr jemanden, der Briefmarken aufbewahrt? Vielleicht sammelt ihr auch ganz andere Dinge. Schickt mir eure Erfahrungen und Sammelleidenschaften doch einfach mal zu. Ich würde mich freuen.

Liebe Grüße
Eure Svenja


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3 Kommentare

  1. Daniel Villig /

    Hallo Svenja,
    ich bin völlig deiner Meinung.
    Ich habe früher auch s ogedacht, dass das Briefmarken-Sammeln keinen wirklichen nutzen habe und nur eine Zeitverschwendung sei bis der Moment, wo ich in den alten Akten meines Opas eine sehr seltene Briefmarke aus der 1. Weltkrieg Zeit gefunden habe. Mein Opa fing dann an, mir über den 1. Weltkrieg zu erzählen. Dadurch entwickelte das Interesse an diesem leidenschaftlichen Hobby.
    Ich muss schon sagen, dass ich sogar süchtig danach geworden bin :D und investiere dafür viel Geld, indem ich die Briefmarken bei vielen Online Shops, unter anderem http://www.boreck.de oder http://www.briefmarken-sieger.de regelmäßig bestelle. klingt schon verrückt aber man hat Spaß daran.

    Grüße Dani.

  2. Eine schöne Seite, weiter so.

  3. Frank Schlueter /

    Das stimmt, Briefmarken ist eine leidenschaft die viel Geduld und ein wenig Geschick benötigt. Aber es lohnt sich und der Weiterverkauf geht heutzutage auch schnell von der Hand.