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Wenn Bücher verfilmt werden…

Oftmals weicht die Vorstellung beim Lesen eines Buches von der Darstellung auf der Kinoleinwand ab. Personen bekommen neue Gesichter und die Umgebung nimmt eine völlig andere Gestalt an. Viele Zuschauer gehen nach dem Anschauen einer Buchverfilmung enttäuscht aus dem Kinosaal, weil entweder ihre Erwartungen zu groß waren oder ganze Szenen einfach nicht eingebaut wurden. Einige Buchreihen, wie zum Beispiel Harry Potter, Herr der Ringe oder Twilight wurden bereits verfilmt und haben ihre Zuschauer sowohl ins Staunen als auch in Trauer versetzt. Mittlerweile wurde sogar das Skandalbuch „Feuchtgebiete“ verfilmt und der Beststeller Roman „Shades of Grey“ erscheint demnächst auf den deutschen Kinoleinwänden.

Was haltet ihr von Buchverfilmungen? Seht ihr sie euch gerne an?

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Ich lese nicht sehr gern und wenn ich mal n Buch les dann eig nur wenn wir in der schule lesen oder wenn ich ein richtig gutes gefunden hab und des kan dauern.

Tja...ich versuche auch immer, buch und film als 2 verschiedene "Kunstwerke" anzuschauen. Bei Vergleichen ist der Film immer NICHTS gegen ein gutes Kopfkino beim Lesen. Trotzdem ist der Film oft eine Ergänzung zum Buch, eine andere Sichtweise, die auch interessant sein kann. Ganz schlimm fand ich die Verfilmung von ERAGON....hatte tatsächlich entfernt was mit dem Buch zu tun...
Anderes als viele meiner Vorschreiber fand ich HdR total gut verfilmt...stellt euch vor, die wären tatsächlich so lange über irgendwelche Hügel in Rohan getrabt wie im Buch....und über Wiesen...und über Hügel...und Wie...Gäääähhhhnnn..eingeschlafen...nee, da war ein bisschen Action schon okay. Nur das Aragon zu so einem Softie - ich weiss - nicht-will-ich-könig-sein-oder-wie-gezz-neee-oder - umgemodelt wurde, war schade. Im Buch weiss er, wer und was er uist und wartet gespannt auf den richtigen Punkt, sich zu offenbaren..der Macho war mir lieber...aber das kann auch an mir liegen! *lach*

Ich sehe Bücher und die dazugehörigen Verfilmungen als zwei unterschiedliche Dinge an. =) Beide sind auf ihre eigene Art unterhaltsam, beide sprechen andere Sinne an. Da ist es doch völlig logisch, dass sich die Drehbücher vom Original unterscheiden: Im Buch sind unheimlich viele Beschreibungen, die im Film nicht nötig sind, da wir Gegenstände und Umwelt bereits sehen - wir müssen uns nichts vorstellen. Also wird der Film mit anderen Dingen gefüllt, wobei diese durch Ausweitung, Kürzung und Neuinterpretation des Regisseurs natürlich vom Original abweichen. Ich meine... =D Stellt euch vor, der Drehbuchautor von "Herr der Ringe" hätte die Bücher nicht abgeändert, gekürzt, neu interpretiert... wie lange würde dann ein Film dauern, der nur eines der Bücher umfasst? 8 Stunden? 10?
Außerdem ist manchmal eine Handlung in einem Buch so komplex, dass sie einfach nicht als Original auf Leinwand gebracht werden kann - "Game of Thrones" ist ein Beispiel. Die Serie unterscheidet sich arg von der Bücher-Reihe, ist aber nicht weniger unterhaltsam. ;)

Fazit: Für mich ist der Vergleich von Buch und Verfilmung wie ein Vergleich von Birne und Apfel - beides gehört einer Sparte an, ist aber vom Aussehen und der Zusammensetzung her verschieden, also nicht unbedingt 1:1 vergleichbar. =P
Airy    04.09.2013 - 14:59 h
2 Stimme(n)

Anscheinend wurde mir hier schon einiges vorweg genommen aber ich werde trotzdem auch mal meine Meinung dazu äußern:
Auch ich bin nicht der größte Fan von Literaturverfilmungen, auch wenn ich mir trotzdem immer mal welche ansehe, in der Hoffnung, dass die Umsetzung zumindest halbwegs akzeptabel ist. Aus einem wirklich guten Buch einen wirklich guten Film zu machen, halte ich sowieso für eine hohe Kunst. Für gewöhnlich kann man überall etwas bemängeln.

Ein Parade-Beispiel dafür, ist und bleibt wohl immer "Der Herr der Ringe". Das Buch ist ein Meisterwerk aber die Filme sind es auch, jedoch auf ihre eigene Art und Weise...
Die Effekte, die Kulisse und die musikalische Untermalung von Howard Shore sind einfach der Wahnsinn. Kennt man allerdings die Bücher, so wird man tatsächlich einiges vermissen...und mal ganz im Ernst: Frodo Beutlin ist mir als Charakter im Film ziemlich auf die Nerven gegangen, ganz im Gegensatz zu seiner Persönlichkeit im Buch.
Allerdings bin ich trotzdem auch ein riesiger Fan der Filme, so groß der Unterschied auch sein mag! Die Filme haben ihren eigenen Charakter und der kommt zumindest bei dem heutigen Publikum sehr gut an. Außerdem sind sie massenkompatibler als die Bücher, denn die sind auch nicht gerade recht einfach.

Es gibt meiner Meinung nach noch einige, viel schlechtere, Umsetzungen der Literatur. Vor allem im Bereich Krimi oder auch Thriller, bleibe ich dann doch lieber getrost bei dem guten alten Buch.

Da jetzt allerdings schon viel negatives erwähnt wurde, hier auch mal ein Beispiel für eine (nach meiner persönlichen Meinung) ganz gute Umsetzung:

"The Green Mile" von Stephen King
Ein wirklich grandioser Film zu einem wirklich guten Buch. Ein Film, der einem im Gedächtnis bleibt und mich persönlich auch emotional berührt hat. Das schaffen nicht viele Filme (zumal ich auch kein so großer Fan von Stephen King bin).

Zu guter Letzt gebe ich in einem genannten Punkt von Sonnenputzer nochmal meine vollste Zustimmung: Fortsetzung von Filmen, die eigentlich abgeschlossen sind, sind im Regelfall wirklich blanker Müll! Aber da könnte man wahrscheinlich ein ganz eigenes Top-Thema draus machen...
In diesem Sinne: Bis (vielleicht) zum nächsten Top-Thema! :)

2. Ich verabscheue Literaturverfilmungen. Es kommt nur in den seltensten Fällen vor, dass die Umsetzung wirklich gelingt. Die Autoren der Drehbücher halten sich nicht an die Vorgabe und ändern ab, wo sie nur können.
Klar, man darf sich natürlich nicht zu viele Illusionen machen. Ein umfangreiches Buch lässt sich nicht immer komplett verfilmen, da der Film dann zu lang würde. Auch lassen sich manche Dinge, die sich beim Lesen nur im Kopf abspielen, einfach nicht in bewegte Bilder umsetzen. Aber trotzdem gibt es genug Filme, bei denen man sich einfach keine Mühe gibt.
Ein paar Beispiele, von denen ich persönlich sehr enttäuscht war:

* J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe
Filmisch und nach Spezialeffekten grandios. Tolle Filme. Aber nur solange man nicht die Bücher gelesen hat. Einige Figuren wurden geändert, Handlungen auch. Gerade auch wichtige Sachen. Eine Figur (Tom Bombadil), die im Buch ein par Kapitel einnimmt, wird komplett ausgelassen. Auch das Ende der Bücher hat man gar nicht mehr umgesetzt.

* Stephen Kings "ES"
Zum Ende des Buche spielt sich sehr viel auf mentaler Ebene ab. Das ist natürlich ein Bereich, der gar nicht in Bilder zu fassen ist. Eine Umsetzung hat man trotzdem versucht. In meinen Augen eine der schlechtesten Literaturverfilmungen überhaupt. Hatte mit dem Buch nicht mehr viel gemeinsam.

* Cecelia Ahern - P.S. Ich liebe dich
Ich stehe ja eigentlich nicht auf Frauenromane, aber der war wirklich wow, absolut genial. Im Film blieb davon leider so gut wie nichts übrig. Es fehlt ihm der "Sense of wonder". Man war ich da enttäuscht. Sehr lieblos umgesetzt

* Morton Rhue - Die Welle
Ein sehr beeindruckendes Buch nach einer wahren Begebenheit. Habe es damals in der Schule gelesen und im Anschluss noch den Film gesehen, der allerdings wie eine schlechte Zusammenfassung wirkt.

* Isaak Asimov - I Robot
Von der Kurzgeschichte ist praktisch gar nichts übrig geblieben. Man hat das Grundthema übernommen: Der Roboter, der gegen die Robotgesetze verstößt. In der Vorlage geht es um eine Gerichtsverhandlung, ob Roboter wie Menschen verurteilt werden sollten. Der Film ist ein großes Action-/Effektspektakel, in der man Asimovs Gedanken nur schwer erahnen kann.

* Perry Rhodan
Von dieser 60er Jahre Verfilmung sagen sogar die heutigen Autoren, dass der Film einfach nur Scheiße ist. Den muss man nicht mal gesehen haben.

* Die wilden Kerle
Der erste Film ist ok. Der hält sich noch recht nach an der Vorlage, aber danach haben die Filme so gar nichts mehr mit den Romanen zu tun. Die Fußballregeln werden immer futuristischer und die Gegner immer schauriger. Am Ende sind es dann Vampire. Ein Kinderbuch rutscht in den Fantasybereich ab.

Diese Liste könnte ich noch um einiges erweitern, aber das will ja keiner mehr lesen. ;)
Was ich allerdings oftmals noch schlimmer finde, sind Fortsetzungen von Filmen, die eigentlich abgeschlossen sind und nur wegen des Kommerzes eine schlechte Handlung angehängt wird, die den vorherigen Sense of Wonder komplett zerstört (Highlander, Matrix). Aber das ist eine andere Geschichte.



 
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