Das Top-Thema der Woche
Top-Thema Archiv"Pink Taxi" - Mehr Sicherheit für Frauen
In Ägypten wurde schon fast jede Frau Opfer sexueller Belästigungen. Nach Angaben einer Studie der Vereinten Nationen betrifft dies ca. 99 Prozent der Ägypterinnen. Doch eine Frau will das ändern und setzt sich deswegen besonders für die Sicherheit und die Rechte der weiblichen Bevölkerung ein: Reem Fawzy. Die engagierte Ägypterin hilft den Frauen zum Beispiel dabei, Jobs zu finden. Dies bewirkt sie mit ihrem neuen Projekt "Pink Taxi". Der Fahrdienst ist speziell von Frauen für Frauen. Sie selber fühlt sich in Taxis sehr unwohl und schickte ihrer Familie bei jeder Fahrt eine Nachricht mit Namen und Nummernschild des Taxifahrers. Daraufhin entstand die Idee des "Pink Taxi". Sie kaufte sich dafür 20 Autos, stellte ca. 50 Frauen ein und bildete sie aus. Die Fahrerinnen transportieren ägyptische Frauen und Touristinnen in ihrer pinkfarbenen Kleidung durch Kairo, was anfangs gar nicht so leicht war, da viele Männer ihren Frauen verboten haben, diesen Job auszuüben. Mittlerweile gehört "Pink Taxi" bereits zum Stadtbild.
Es mag einiges in den Ländern um Ägypten herum notwendig sein, damit Frauen unbehelligter am öffentlichen Leben teilhaben können. Ob pinke Taxis da der richtige Weg sind, wird sich zeigen. Es wurden ja schon Bedenken angemeldet. Ein Begleitservice wäre vielleicht auch eine Idee.
In den Ländern dort geht es ja um zwei Punkte:
1. Frauen sollen möglichst unbehelligt am Alltag teilhaben, wobei viele Männer jeden Rockzipfel als Freiwild sehen und wissen, daß sie von Polizei, Justiz und auch der Gesellschaft gedeckt werden. Egal wie groß oder klein die Schmach ist, der gesellschaftliche Konsenz dort lastet den größten Teil der Schuld dafür, daß Frau behelligt wurde, den Frauen an. Dann waren sie eben doch zu aufreizend.
2. Für tolerante Kreise in Ägypten wäre ein neuer Arbeitsmarkt für Frauen geschaffen. Die Vorstellungen dort sind etwa soweit wie hier vor noch nicht einmal 100 Jahren. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg brauchte eine Frau hier auch noch die Erlaubnis ihres Göttergatten oder ihres Vaters um Arbeiten zu gehen. (nur so als kurzer Ausflug in die eigene Vergangenheit)
Auf der anderen Seite bedarf es sicher auch dort einiger Differenzierungen. Ich will nicht bezweifeln, daß Gewalt gegen Frauen dort viel alltäglicher als hier ist, doch ist das Ehrgefühl der Familien dort auch ein anderes. Man/Frau öffne einfach mal die Augen und beobachte das tägliche Umfeld. Wie oft kommen sich zwei Menschen unabsichtlich zu nahe? Bei der Suche nach einem sich bietenden den Griff hat man auf einmal die Hand einer Frau berührt. Beim blinden Suchen bestimmt keine Absicht, doch kann frau hierraus schon eine Belästigung machen. Bei dem dortigen Ehrgefühl kann es schon sein, daß die Frau von der Familie verstoßen wird.
Ja, der Umgang dort muß sich ändern. Bis sich Männer und Frauen auf Augenhöhe begegnen dauert es. Vom Kopftuch und kleinen grauen Mäusen bis heute war es auch ein langer steiniger Weg. Da sind nicht nur die Frauen gefragt. Die Gesetzgebung aber auch die Justiz muß mitspielen. Die Polizei muß ebenfalls mitziehen. Da kann Indien sicher ein Vorbild spielen (ähnliche Startbedingungen). Trotz harter Strafen wird es Jahre dauern, bis es die Quoten für Belästigungen und Übergriffe auf ein hiesiges Maß gekommen sind. Dabei muß festgestellt werden, daß auf bei uns noch Luft für Verbesserungen ist.
In den Ländern dort geht es ja um zwei Punkte:
1. Frauen sollen möglichst unbehelligt am Alltag teilhaben, wobei viele Männer jeden Rockzipfel als Freiwild sehen und wissen, daß sie von Polizei, Justiz und auch der Gesellschaft gedeckt werden. Egal wie groß oder klein die Schmach ist, der gesellschaftliche Konsenz dort lastet den größten Teil der Schuld dafür, daß Frau behelligt wurde, den Frauen an. Dann waren sie eben doch zu aufreizend.
2. Für tolerante Kreise in Ägypten wäre ein neuer Arbeitsmarkt für Frauen geschaffen. Die Vorstellungen dort sind etwa soweit wie hier vor noch nicht einmal 100 Jahren. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg brauchte eine Frau hier auch noch die Erlaubnis ihres Göttergatten oder ihres Vaters um Arbeiten zu gehen. (nur so als kurzer Ausflug in die eigene Vergangenheit)
Auf der anderen Seite bedarf es sicher auch dort einiger Differenzierungen. Ich will nicht bezweifeln, daß Gewalt gegen Frauen dort viel alltäglicher als hier ist, doch ist das Ehrgefühl der Familien dort auch ein anderes. Man/Frau öffne einfach mal die Augen und beobachte das tägliche Umfeld. Wie oft kommen sich zwei Menschen unabsichtlich zu nahe? Bei der Suche nach einem sich bietenden den Griff hat man auf einmal die Hand einer Frau berührt. Beim blinden Suchen bestimmt keine Absicht, doch kann frau hierraus schon eine Belästigung machen. Bei dem dortigen Ehrgefühl kann es schon sein, daß die Frau von der Familie verstoßen wird.
Ja, der Umgang dort muß sich ändern. Bis sich Männer und Frauen auf Augenhöhe begegnen dauert es. Vom Kopftuch und kleinen grauen Mäusen bis heute war es auch ein langer steiniger Weg. Da sind nicht nur die Frauen gefragt. Die Gesetzgebung aber auch die Justiz muß mitspielen. Die Polizei muß ebenfalls mitziehen. Da kann Indien sicher ein Vorbild spielen (ähnliche Startbedingungen). Trotz harter Strafen wird es Jahre dauern, bis es die Quoten für Belästigungen und Übergriffe auf ein hiesiges Maß gekommen sind. Dabei muß festgestellt werden, daß auf bei uns noch Luft für Verbesserungen ist.
Ich denke die Idee mit dem "Pink Taxi" ist generell eine sehr gute, doch macht es das nicht noch auffälliger? Damit macht man es den Belästigern doch nur einfacher, denn sie müssten einfach nur dem Taxi folgen, daher frage ich mich ob das so viel bringt.
Die Idee "Pink Taxi" gibt den Frauen Freiheit in diesen Ländern- sowohl denen, die arbeiten können bzw. dürfen, als auch denen, die mit Taxi fahren müssen. Es ist bestimmt eine sehr große Herausforderung :) Hut ab :)


