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Dickes Auto oder Klimaschutz?

Die USA war schon immer bekannt für Autos mit V8 Motoren, die so viel Sprit verbrauchen, wie drei deutsche Autos zusammen. In Deutschland versucht man weiterhin, den Verbrauch zu drosseln, während die Amerikaner wie gewohnt ihre 20L auf 100km verschwenden, der dortige Spritpreis lädt allerdings dazu ein.
Auch in der Politik spiegelt sich ein ähnliches Bild wieder: durch das Pariser Abkommen verpflichten sich die Mitgliedstaaten, auf erneuerbare Energie umzusteigen. Doch unter der Führung Trumps, entwickelt sich die USA wieder zurück. Trumps Ankündigung, aus dem Abkommen auszusteigen, sorgt weiterhin für Empörung bei Leuten, denen die Umwelt nicht gleichgültig ist. Das betrifft nämlich nicht nur Autos, sondern vor allem Kraftwerke. Das wirft Amerika auch hinsichtlich der Wissenschaft nach hinten, da es keine Förderungen mehr für den Klimaschutz gibt. Das zeigt sich auch am Klimarat IPCC mit tausenden teilnehmenden Wissenschaftlern, denn Amerika war bisher einer der Hauptfinanzierer.
Damit ist Trump sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene alles andere als ein Vorbild. Er zeigt dem amerikanischen Volk damit, dass es schon in Ordnung ist, umweltunbewusst zu leben. Somit richtet sich die Wirtschaft nach ihm und produziert weiterhin ohne Rücksicht auf die Umwelt. Es hat den Anschein, als ginge es Trump um Prinzipien, so möchte er am liebsten alles abschaffen, was Obama in seiner Amtszeit eingeführt hat. Aktuell kämpft er nicht nur gegen Obama-Care, sondern auch gegen Obamas Klimaschutzinitiative. Trumps Umweltbehörde EPA outet sich als anti-Klimabehörde, denn ein alternativer Plan liegt nicht vor. Ein menschlicher Beitrag zum Klimawandel wird von vielen Republikanern angezweifelt, das spiegelt anscheinend auch die Meinung vieler US-Bürger wieder.
Trump begründet den Ausstieg aus dem Pariser Abkommen damit, die Wirtschaft zu stabilisieren, indem er Arbeitsplätze in diesen Bereichen erhalten möchte.

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Das Dilemma trifft nicht nur auf die USA zu. Seit es utopisch geworden ist, die Nennverbräuche zu erreichen, gönnen sich auch hier immer mehr ein viel zu dickes Auto. Die Politik schiebt die Verbrauchsproblematik allein den Herstellern zu. Es ist an der Zeit für eine zeitgemäße verbrauchsabhängige Kraftstoffbesteuerung. Wer mit - um Zahlen zu benutzen und damit verständlicher zu machen - 2 Liter auf 100 Kilometer braucht, sollte auch steuertechnisch profitieren und weder Kraftstoff- noch Mehrwertsteuer bezahlen. Wer dagegen 20 Liter auf 100 Kilometer bei einem PKW für zeitgemäß hält, kann UND will eine deutlich höhere Kraftstoffsteuer und eine mehrfache Mehrwertsteuer bezahlen. Bei einer klugen Ausgestaltung wird die Wirtschaft durchaus für eine derartige Kraftstoffsteuer sein. Verlierer sind Vertreter, Liebhaber von illegalen Rennen und die, die nur zum Jahresurlaub einmal voll tanken. Die notwendige Technik ist schon vorhanden: Zeiterfassung und Computer, die den Verbrauchsschnitt und damit den Steueranteil ausrechnen. Damit wäre auch eine Maut überflüssig.
tom14    12.11.2017 - 16:09 h
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