Das Top-Thema der Woche
Top-Thema ArchivIn welchem Rahmen fördern Videospiele?
Computerspiele werden auch noch heut zu Tage eher negativ beäugelt. Es heißt, viele Gamer weisen ein aggressives Verhalten und Suchtpotentiale auf. Gerade Eltern von videospielenden Kindern fällt es oft schwer, den Spaß an diesen Spielen nachzuvollziehen. Neben eher negativ konnotierten Studien, die sich mit den Auswirkungen von Gaming beschäftigt haben, erscheinen heut zu Tage auch Reporte, welche die positiven Auswirkungen von Videospielen thematisieren. Doch inwiefern werden Gamer durch Computer-, Video- und Onlinespiele gefördert?Noch einmal für den Überblick: Häufig genannte negative Auswirkungen sind beispielsweise emotionale- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, Probleme mit Beziehungen zu Gleichaltrigen, Empathievermögen und weitere Aspekte. Doch die negativen Effekte werden im Laufe der Zeit aus dem Weg geräumt und Positive aufgeklärt. Wie das Onlinemagazin IGN - Imagine Games Network - in einem ihrer Artikel schreibt, sollen Computerspiele im "realen" Leben das räumliche Denken fördern, dabei helfen schneller Entscheidungen zu treffen und das Gehirn effektiver auf kleine und schwache optische Reize reagieren zu lassen. Die Psychologen Douglas Gentile und Dr. James Rosser veröffentlichten im Jahr 2007 eine Studie, in der sie beschreiben, dass Chirurgen, die in ihrer Freizeit Videogames spielen, 27 Prozent schneller reagieren können als Nicht-Gamer und sie darüber hinaus 38 Prozent weniger Fehler machen würden.
Des Weiteren wurde erkannt, dass sich das Einsetzen von Virtual Reality- und Videospielen bei Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen positiv auswirkt. Die Spiele sollen laut einer Studie der American Pain Society so wirkungsvoll sein wie Schmerzmittel und bei den Patienten somit "bedeutend weniger Stress und Beklommenheit" hervorrufen. Interaktive Games, wie zum Beispiel auf der Nintendo Wii, würden motorische Fähigkeiten weiterbilden und außerdem die Augen-Hand-Koordination verbessern. Doch was bedeuten nun diese ganzen Informationen? Wichtig ist beim Thema "Gaming" vor allem, dass die richtige Balance gefunden wird. Der Ausgleich zwischen einem Leben außerhalb und innerhalb der virtuellen Welt sollte stimmen. Das Portal "PCGames" fasst zusammen: Von den positiven Effekten des Gamings kann nur profitiert werden, wenn auf die richtige Art und Weise konsumiert würde.
Da meine Frau und ich auf unseren Tablets Spiele nutzen, ist es schwierig unserem Sohn Spiele auf dem Rechner zu verbieten. So lange alles im Rahmen bleibt, noch andere Interessen vorhanden sind, ist wenig dagegen einzuwenden. Meine Begeisterung gilt allerdings - wahrscheinlich auch berufsbedingt - Spielen, die man jederzeit ohne Nachteile liegenlassen kann. Was mir total auf den Nerv geht sind Spiele bei denen jegliche Zeitkalkulation sinnlos ist wie bei rundenbasierten PvP-Spielen. Wenn dazu der Sproß für seine häuslichen Pflichten jedesmal eine schriftliche Einladung braucht, dann hört bei mir das Verständnis auf. Selbst dann, wenn die schulischen Leistungen besser als zufriedenstellend sind.


