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Vertrauensverlust

Im digitalen Zeitalter ist es nur noch eine Kleinigkeit, Nachricht an die Öffentlichkeit zu bringen. Grundsätzlich eine gute und lustige Sache. So können nicht nur Menschen andere Menschen weltweit ganz einfach vom Wohnzimmer aus unterhalten, sondern auch wichtige Botschaften an viele Menschen verteilen und so tolle Aktionen gestartet werden - teils mit großem Erfolg. Aber natürlich gibt es auch einige Schattenseiten, wenn das verbreiten von Nachrichten so einfach fällt. Fake News und "alternative Fakten" fluten das Netz, gerade in Zeiten von Corona.

Die Regierung unter Druck

Aber warum haben es Fake News heutzutage so einfach Anklang zu finden? Zwar ist die Verbreitung deutlich einfacher geworden, aber die Nachrichten müssen nach der Verbreitung noch von den Nutzern akzeptiert bzw. für wahr befunden werden.

Die Qualität von Verschwörungstheorien ist dabei nicht mal sonderlich gewachsen und somit nicht der Hauptpunkt, warum mehr und mehr Menschen diesen glauben. Die große Problematik ist eher, dass viele Menschen den alten Medien und auch der Regierung immer weniger vertrauen. Laut Zahlen des Tagespiel von Ende 2019 halten nur noch 57 Prozent die Bundesregierung für stabil und nur noch etwa 26 % Der Bürger sind zufrieden mit der Qualität der Regierung. Alarmierende Zahlen, welche durch den Zuwachs der alternativen Medien und die aktuelle Krise auch sicherlich noch steigen werden.

Alte Generation rettet Medien

Aber auch die klassischen Medien sind für viele Bürger nicht mehr, was sie mal waren. Deutschland ist in diesem Punkt geteilt. Den klassischen Medien vertrauen in Westdeutschland nämlich noch etwa 68% der Bürger, im Osten dagegen nur noch etwa 48%. Dabei kommen die öffentlich-rechtlichen Radiosender deutschlandweit mit etwa 78% Vertrauen und die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender mit 74 % Vertrauen noch sehr gut weg. Auch die Tageszeitungen stehen mit 76% noch gut da. Bei den Webauftritten der öffentlich-rechtlichen Sender mit 59 % und den Tageszeitungen mit 46 % wird allerdings klar, wo das Vertrauen vor allem verloren geht.

Vor allem die alten Generationen glauben den klassischen Medien. Bei den jüngeren, digital affineren Menschen wächst dagegen das Misstrauen. Zwar haben die Sozialen-Netzwerke noch deutlich schlechtere Vertrauenswerte zurzeit, aber diese steigen an und je mehr die alten Generationen entschwinden, desto mehr werden sich die Vertrauensverhältnisse der Medien noch kippen.

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Können die Leute vor Angst nicht mehr geradeaus denken, braucht man es mit Fakten gar nicht mehr versuchen. Die laufen ins Leere. Die Leute nehmen nur noch die Meldungen für voll, die zur Angst passen. So lange man weiß welche Angst angesagt ist, kann man den ausgemachtesten Dünnsinn erzählen und wird gehört werden.

Zum durchsetzen von Fakten sind manchmal Strafaktionen nötig.
tom14    22.04.2020 - 19:00 h
3 Stimme(n)

Zu den Zeitungen kann ich nur sagen: Spiegel und T-Online haben momentan Bild-Niveau, was die Fake-News angeht. Ich kann mir vorstellen, dass die anderen Zeitungen im Moment auch eher Schlagzeilenjäger sind, soweit ich es beurteilen kann. Zumindest sehe ich fast keine Artikel, die auf die echten Statistiken eingehen. Stattdessen spricht Spiegel von Millionen Infizierten in Deutschland und Tausende Tote - ohne dass die Reporter darüber nachdenken, was es beim Leser auslöst, wenn der Zeitungsbericht Fakten auslässt.

Ich überprüfe mittlerweile vielfach eine Information, wenn ich auf eine relevante stoße. Und ich nutze bevorzugt nur noch offizielle Quellen bei der Überprüfung, etwa der Bundesnachrichtendienst, Forschungsinstitute oder einfach direkt die Websiten der einzelnen Ministerien. Manchmal, so wie jetzt in der Corona-Krise, überprüfe ich etwaige Behauptungen auch direkt in der Wirklichkeit. So habe ich mir den Spaß gemacht und die umliegenden Krankenhäuser telefonisch interviewt, wie es mit ihrer Belastung aussieht. Lustigerweise stimmte das Ergebnis mit dem Intensivregister überein. Und dieses Ergebnis steht im krassen Widerspruch zu zum Beispiel der hysterischen Berichtserstattung vom Spiegel ... oder den Aussagen eines "hochrenomierten" eingekauften Wissenschaftlers wie Harald Lesch - ja, du Piepnase, dir glaube ich nicht mehr, auch wenn du mit Fachwörtern um dich wirfst. Ich bin nicht von gestern, selbst mir fallen Widersprüche auf. Außerdem verstehe ich Fachkauderwelsch besser, als du denkst.

Es ist sehr schwierig, echte Fakten von Fake News zu unterscheiden. Ich traf hier vor Kurzem jemanden auf Brieffreunde.de ... der Mann hat mich verblüfft. Er behauptete, dass er sofort FakeNews erkennen würde aufgrund seines Alters von über 50. Gleichzeitig erzählte er so widersprüchlinge Dinge, dass ich mich fragte: Wo hast du das her? Schlussendlich kam raus: Vom Hörensagen. Man könne ab einem bestimmten Alter erkennen, ob Menschen die Wahrheit sagen, behauptete er ... ja, das kann ich mir vorstellen, Mister, aber woher weißt du, dass die Erzähler nicht einfach FakeNews für die Wahrheit halten?

Das Ergebnis einer interessanten Studie zum Schluss: FakeNews verbreiten sich deutlich schneller als normale Fakten - denn sie sind meistens spannender und aufregender als die Realität. Dadurch sind sie langlebig mit einer unglaublichen Reichweite, während echte Fakten meistens schnell wieder untergehen, sich nur in einem kleinen Radius verbreiten und dann vergessen werden.
Interessant, oder?

In Amerika wurden gerade erst 2 Millionen FakeNews zum Thema Corona auf Twitter "entdeckt", die sich wie ein Lauffeuer verbreitet und zu vemehrtem Maskentragen und Nachbarsmisstrauen geführt haben.

Aus der heutigen "Krise" gibt es wirklich richtig viele Sachen zu lernen! Allein schon, wie das System funktioniert, wie viel Macht FakeNews haben und wie Informationsverbreitung und Massendynamik funktioniert. Wofür auch immer man dieses Wissen gebrauchen kann ...
Wanderin    19.04.2020 - 03:14 h
1 Stimme(n)



 
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