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Ein Land, zwei Welten - Die Unterschiede zwischen Dorf und Stadt während Corona

Die Corona-Krise ist auch im Juli noch nicht vorbei. Auch wenn einige Lebensbereiche langsam wieder hochfahren, so wirkt sich die Krise doch weiterhin auf die Leben vieler Menschen aus. Was die Corona-Krise aber auch gezeigt hat, ist dass das Leben zwischen Dorf und Land auch 2020 noch sehr verschieden ist.

Alles per Klick nach Hause

Wenn man wichtige Punkte wie soziale Kontakte, fehlende Jobsicherheit und das Genießen der frischen Luft sowie Natur für den Vergleich außer Acht lässt, dann wird relativ schnell klar: ein Leben in den eigenen vier Wänden ist in der Stadt deutlich einfacher.

Die großen Städte des Landes bieten unzählige Möglichkeiten rauszugehen, zu shoppen, sich zu verabreden und Erledigungen zu machen. Dafür sind Städte natürlich auch deutlich lauter, voller und haben ihre eigenen Duftnoten. So bleibt es eine subjektive Wahl, ob man nun eher für das Leben in einer Stadt oder das Leben auf dem Land entscheidet.

Wenn man die wichtigen Punkte des Lebens während Corona sieht, dann hat das Leben in der Stadt plötzlich objektiv einige Vorzüge gegenüber dem Leben auf dem Land. Denn alles, was man in der Stadt an Läden und Möglichkeiten findet, das erhält man heute auch über den digitalen Weg. Hier hängt das Land noch hinterher.

Die Möglichkeit bei größeren Online-Händlern alle möglichen Waren zu bestellten und schnell liefern zu lassen, genauso wie die Bestellung von Essen ist im Jahre 2020 auch in den ländlichen Regionen Deutschlands möglich, aber im Gegensatz zur Stadt sind die Möglichkeiten hier eingeschränkter. So bieten manchen Versandhändler für Bewohner mancher Städte einen "Same Day Delivery Service an", wodurch die gewünschten Waren noch am Tag der Bestellung vor der Haustür stehen. Also fast so, als ginge man in einen Laden und nimmt die Ware direkt mit. Dazu ist gerade bei der Essensbestellung die Auswahl auf dem Dorf doch wesentlich eingeschränkte als etwa in Köln, Hamburg oder München.

Manche Service sind allerdings noch gar nicht oder nur sehr bedingt in ländlichen Regionen verfügbar. Größere Ketten, welche zum normalen Marktpreis Getränke innerhalb von 2/3 Stunden nach Bestellung liefern, sind auf dem Land eher Mangelware. Ebenso sieht es bei der Möglichkeit aus, sich von manchen Supermärkten den Einkauf vorbei bringen zu lassen.

Allgemeines Problem mit dem Netz

Aber nicht nur beim Bestellen punktet die Stadt mit ihrer Auswahl. Auch bei den Themen Arbeit und Unterhaltung ist das Leben in der Stadt während der Krise doch deutlich einfacher als auf dem Land. Wer kann, der machte und macht aktuell Home Office. Das arbeiten von Zuhause ist auch außerhalb der Krise immer gefragter gewesen und der Wunsch danach wächst und wächst.
Wer seine Freizeit dann noch in den eigenen vier Wänden verbringt, der wird vielleicht schnell bei Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime oder bei einer Runde Videospiele landen. Während die Auswahl der Unterhaltungsdienste und die Home Office Möglichkeiten rein von der Hardware und Software sowohl auf dem Land als auch in der Stadt gleich sind, so ist es eine wichtige Grundvoraussetzung nicht. Das Netz bzw. dessen Ausbau ist doch recht verschieden, das gilt sowohl für das mobile wie das Festnetz.

Während man in vielen ländlichen Ecken von Deutschland teilweise noch eine Geschwindigkeit von weniger als einem MB hat, so überschreiten immer mehr Leitungen in deutschen Städte die Marke von 15 MB und das relativ leicht. Deutschland an sich hängt bei den Themen Internet und Empfang zwar schon recht hinterher, aber der Unterschied zwischen Stadt und Land ist auch in der BRD enorm.

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ich wohne nicht direkt in der Stadt, aber dennoch städtisch. Das Virus ist eine natürliche Angelegenheit. Wie sehr wir von der Natur abhängig sind wird uns mit der heutigen Situation hoffentlich mehr als bewusst. Jeder ist zur Verantwortung gehalten. Andere Länder kennen weit grössere Einschränkungen. Jede Generation wir sich der Natur anpassen müssen. Das Zusammenspiel Mensch / Natur wird uns zunehmend fordern. Leider merkt das, wie überall, eine grosse Menge nicht. Viele verhalten sich falsch und unangemessen. Der eigene Ego ist wichtiger und plötzlich ist man alleine, verloren, gelangweilt, ideenlos und und...
Wir alle haben es in der Hand mit dem Spiel.
Bhutan ist das einzige Land, in dem das Recht auf Glück in der Verfassung festgeschrieben ist. Nicht das Bruttosozialprodukt wird gemessen,sondern das Bruttonationalglück. Unter dem 39- jährigen König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck wurde die Kommission, die nach der Glücksformel forscht, sogar in den Stand eines Superministeriums erhoben. Es gibt einen Glücksminister, einen volksnahen König und nur fünf Coronainfizierte.
Warum machen wir das nicht nach? Warum sind wir dem Ego so verfallen? Weniger ist mehr, befreit und macht glücklich. Tragen wir sorge zur Natur, damit bleibt alles bestens erhalten für das , Sozialleben, gutes Wasser & Luft, Nahrung, sauberer Lebens-Raum für alle.
Ger001    28.07.2020 - 10:12 h
0 Stimme(n)

ich bin als städterin vor einem jahr aufs land zu meinem lebensgefährten gezogen und corona hat mich eiskalt erwischt!
ich bin am anfang 5 tage in der Woche nach Oldenburg gependelt,um an der Carl-von-Ossietzky-Universität meine mails zu bearbeiten,in der mensa essen zu gehen und Pfandgeld zu sammeln.
das kann ich seit märz nicht mehr,weil die uni zu ist!
so hocke ich viel zuhause,was unserer Partnerschaft nicht besonders gut tut,weil ich oft unzufrieden dabei bin,mich zwar gesund zu halten,aber nix damit anfangen zu können.
eine Zeitlang habe ich gartenarbeit als eratzhandlung gemacht und jetzt kann ich wenigstens Heidelbeeren für Geld auf dem hof pflücken.
mir fehlen aber die sozialen kontakte in der Stadt,viele kulturelle und politische Veranstaltungen,......………..
das nervt,nährt meine Depressionen und macht mich echt unzufrieden!!

Wer braucht schon immer die maximale Kinderbetreuung? Ich wohne auf einem Dorf in der Region Hannover und brauche diesen Quatsch überhaupt nicht.
tom14    23.07.2020 - 21:07 h
1 Stimme(n)

Okay und Dorf hat kaum Vorteile oder wie?

Ich wohnte lange in einem Dorf, wohne jetzt in einer Stadt und möchte nacherd wieder aufs Land ziehen.
Diese Option fehlt übrigens bei eurer Umfrage, was dann ein bisschen komisch erscheint, vielleicht voreingenommen.

Auf dem Land kann ich einkaufen, das reicht mir ehrlich gesagt. Ich muss nicht immer shoppen gehn.
Und all das Internet darf auch gerne mal aus bleiben, das macht gar nichts wenn die falsche Welt mal ihren Mund hält. Als Mensch, der seine nächste Woche in der Regel einigermaßen überblicken kann, brauche ich kaum etwas der Dinge, die ich kaufe direkt am selben Tag. Für mich haben schnelle Lieferungen in der Regel keine Relevanz.
Es stimmt sicherlich, als Konsument ist man in der Stadt sicherlich viel besser aufgehoben.
Aber nicht jeder muss immer Konsument sein ;-)

In "unserem" Dorf ist es so, dass die Leute recht entspannt sind, was den Umgang mit Corona umgeht.
Es scheint niemand krank zu sein.
Wir bleiben weiter Mensch, grüßen uns und treffen uns. Es ist für die Alten schwerer geworden in der Krise.
Aber auf viele wird gut geachtet. Nicht auf alle, das wird leider nicht geschafft.
Doch die werden auch in den Städten vergessen, das habe ich in den letzten Jahren oft genug gesehen.

Ja, nur so mal ein paar Worte für das Land, weil das hier meiner Ansicht nach ziemlich einseitig betrachtet wird.
0815Seele    18.07.2020 - 18:02 h
2 Stimme(n)



 
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