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Top-Thema ArchivDie Katastrophe in Beirut
Die Katastrophe in der Hauptstadt des Libanons versetzte die gesamte Welt in Schock, als 2750 Tonnen gelagertes Ammoniumnitrat im Hafenspeicher Beiruts explodierten. Ein Brand, dessen Ursache bis lang ungeklärt ist, breitete sich auf den Hafenspeicher aus und sorgte für die Explosion mit einer Stärke von 500 bis 1100 Tonnen TNT-Äquivalent. Seit 2014 wusste die libanesische Regierung von der Gefahr durch die Lagerung des gefährlichen Salzes und wurde mehrfach von der libanesischen Zollbehörde gewarnt.Die Opfer
Die verheerende Katastrophe führte zu bislang 220 bekannten Toten und mindestens 6.000 Verletzten. Über 300.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Weiterhin gelten über 100 Personen als vermisst. Der Ansturm auf die Krankenhäuser führte zu einer Überlastung des Gesundheitssystems. Laut einer Untersuchung der WHO ist mehr als die Hälfte der 55 Krankenhäuser und Gesundheitszentren in der Stadt nicht funktionsfähig.
Internationale Hilfe
Die Bevölkerung leidet nun, zusätzlich zur ohnehin schlechten wirtschaftlichen Verfassung des Landes und den Korruptionsvorwürfen gegen die Regierung, unter Hungersnot und Obdachlosigkeit. Die EU arbeitet unter Hochdruck daran den Menschen in Beirut schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen. Die US-Regierung konnte bereits eine Katastrophenhilfe von 17 Millionen Dollar zusichern und auch Deutschland konnte 1,5 Millionen Euro Soforthilfe bereitstellen. Weitere medizinische Güter zur Versorgung von Verletzten konnten bereits übermittelt werden. Von der Regierung ist bisher keine Unterstützung zu erwarten.
Die Stimme der jungen Bevölkerung
Seit Oktober letzten Jahres geht die junge Bevölkerung des Libanons auf die Straßen, weil sie nicht länger unter den zwielichtigen Machenschaften der Regierung leiden wollen. Durch die Katastrophe richtet die Welt ihren Blick endlich auf die Menschen Beiruts. Trotz Verletzungen und Missständen protestieren die Menschen, was zu ersten Erfolgen führte. Die Regierung kündigte ihren Rücktritt an und schlug vorgezogene Neuwahlen vor. Nun wird viel Hoffnung in das neue Kabinett gesetzt.
Wie kann man helfen?
Zahlreiche Hilfsorganisationen machen sich für Beirut stark. Der Zusammenschluss aus über 10 Organisationen Entwicklung hilft hilft bei Aufräumarbeiten und stellt neben medizinischen Hilfsmitteln auch Decken, Hygieneartikel und Kleidung bereit. Mit provisorischen Küchen soll auch der Hunger in den Krisengebieten bekämpft werden.
Auch UNICEF meldete sich zu Wort und möchte mit Spenden für psychosoziale Betreuung sorgen. Für die nun 100.000 obdachlosen Kinder soll weitestgehend Normalität wiederhergestellt werden. Außerdem soll für ausreichend Schutz vor der momentanen Pandemie gesorgt werden.
Entwicklung hilft
UNICEF


