Hochzeitskarten

03 Jul

HochzeitskartenEin Brieffreund ist mehr als nur ein Freund zum Schreiben von Briefen!
Sehr oft ergeben sich aus diesen Freundschaften nicht nur Beziehungen, die ein ganzes Leben lang halten. Sehr oft bleibt man sich ein ganzes Leben lang freundschaftlich verbunden. Aus diesen Beziehungen entstehen aber nicht selten auch tiefere Beziehungen und sogar Hochzeiten unter den ehemals eifrigen Brieffreunden sind keine Seltenheit. Statt den Briefen werden dann auch Hochzeitskarten an Freunde, Wegbegleiter und Bekannte verschickt und zur gemeinsamen Tafel eingeladen.

Brieffreunde sind auch in Zeiten moderner sozialer Medien keine Seltenheit geworden. Eine Brieffreundschaft verbindet Menschen in unserer Gemeinschaft auf eine ganz besondere Art und Weise. Sie verbinden sich mit Muttersprachlern für die Sprachpraxis, treffen sich mit Freunden zum kulturellen Austausch und finden Reisepartner. In sehr vielen Fällen werden daraus dann auch sehr schöne Hochzeitspaare.
Es mag verwundern, dass man in Zeiten von moderner sozialer Medien noch daran denkt, eine Brieffreundschaft zu unterhalten. Dennoch hat diese Form der Kommunikation eine Art nostalgischer Zeitreise ermöglicht, die man sonst vermutlich nur mit dem Kauf eines Plattenspielers vergleichen kann. Immerhin werden auch Plattenspieler heute noch erzeugt und erfreuen sich weltweit einem steigenden Absatz. Genau den gleichen Trend kann man bei Brieffreundschaften erkennen. Die vielen aktiven Freundschaften sind ein Zeugnis von diesem Trend. Es beginnt bereits damit, dass man sich die Zeit nimmt, einen Brief nach ordentlicher Sichtung der Gedanken zu Papier zu bringen. Es sind wohlüberlegte Worte, die man sonst in keiner Weise übermitteln kann. Wie schnell ist denn heute ein Kommentar auf einem sozialen Netzwerk geschrieben und wenige Sekunden später auch schon in Vergessenheit geraten. Oder kramen wir tatsächlich nach einem alten Kommentar, dass wir selbst oder ein guter Freund von uns, vor ein oder zwei Wochen auf Facebook veröffentlicht haben. Dies ist wohl eher die Seltenheit.

Im Vergleich dazu halten wir allerdings immer noch die Briefe unserer Eltern oder Großeltern in Händen und bewahren sie als eine Art nostalgischer Besonderheit in diversen Schubladen zu Hause auf. Sehr oft werden diese Briefe noch zu gegebenem Anlass unseren Verwandten präsentiert. Dadurch bekommen wir einen Einblick in die Geschichte unserer Eltern und in eine Zeit, die für uns alle schon sehr lange in dieser Form vorbei ist.


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