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Kükenschreddern

Ein Aufschrei geht durch die Tierschutzvereine und Verbände des Landes. Das Bundesverwaltungsgericht erlaubt weiterhin das Schreddern von Küken (vorerst zumindest).

Doch was genau ist das "Kükenschreddern" und warum wurde dieses Urteil gefällt?

Das Kükenschreddern

Das Schreddern von Küken ist eine Tötungsmethode aus Legehennenzuchtbetrieben in der EU.

In diesen sollen Hennen so viele Eier wie möglich legen. Da aber männliche Küken bzw. Hähne keine Eier legen können und die Zuchthühner nicht zur Fleischproduktion nutzbar sind, da sie zu wenig Fleisch an sich haben, sind männliche Küken aus Sicht der Betriebe "nutzlos". Sie können wirtschaftlich nicht genutzt werden und da ihre Haltung ein zusätzlicher Aufwand wäre, werden männliche Küken nach ihrer Geburt getötet. Entweder kommen diese in einen Schredder oder sie werden durch CO2 vergast. So werden jährlich allein in Deutschland etwa 45 Millionen Küken getötet.

Verbot vorerst abgelehnt

Gegen die Tötung der Küken traten nun Tierschutzverbände verstärkt ein und versuchten gerichtlich ein Verbot der Tötungen zu erwirken. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings. Das Bundesverwaltungsgericht erlaubt die Tötungen weiterhin, zumindest für den Moment. Sobald Alternativen zur Tötung vorliegen, soll diese eingestellt werden.

Dabei war der Fall für die Tierschützer relativ klar, denn Paragraf 1 des Tierschutzgesetzes sagt deutlich, dass niemand einem Tier "ohne vernünftigen Grund" Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Und bei diesem Punkt stimmt das Gericht sogar zu. Rein wirtschaftliche Einbußen seien "kein vernünftiger Grund", aber da die Tötungen schon über Jahrzehnte ausgeführt und geduldet werden und es noch keine konkrete Lösung für die Betriebe gibt, die die Einbußen verhindern bzw. klein halten wollen, bleibt diese Praxis vorerst erlaubt. Bereits 2013 gab es in Nordrhein-Westfalen ein Gesetz, welches das Kükenschreddern verbot, doch gegen dieses wurde erfolgreich geklagt und somit wurde dieses Gesetz wieder gestrichen.

Forschungen zu Alternativen der Tötung laufen bereits und auch das Gericht war sich sicher, dass es schon bald Alternativen geben wird und somit das Kükenschreddern verboten wird.

Wahrscheinlich wird die Lösung aus aktueller Forschungssicht ein MRT, welches die Eier beleuchtet. So soll schon im Ei festgestellt werden, ob aus dem Ei ein männliches oder ein weibliches Küken schlüpfen wird. Sollte es männlich sein, wird das Ei nicht ausgebrütet. Dieses Verfahren wäre laut dem Gericht zulässig.

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Wie wärs, wenn man Massentierhaltung einfach abschafft? Dann ist es egal, ob Männchen oder Weibchen auf die Welt kommen, der Bauer will alle verkaufen - wie früher.
Es gibt eine interessante Studie dazu: (Folgende Zahlen habe ich der Einfachheit gerundet, es entsteht dadurch aber lediglich eine DIfferenz von 1g) Die Studie besagt, dass wenn jeder Mensch pro Woche nur noch 300g Fleisch essen würde, Massentierhaltung kein Thema mehr wäre, man bräuchte es nicht. Die Studie sollte eigentlich nur durchgeführt werden, um den Punkt Massentierhaltung zu untersuchen ... doch dabei entdeckten die Forscher dann noch mehr. Wenn jeder Mensch nur 300g pro Woche Fleisch (Fleisch und Fleischprodukte, also die Summe des Fleisches gleich 300g, z.B. auch Wurst), so würde der CO2 Ausstoß um (ich runde) 10% sinken. Laut diversen Untersuchungen entsteht nämlich 30% des CO2 Aussoßes durch unseren Lebensmittelkonsum!

Solche Themen wie "Babys schreddern" finde ich angesichts dieser Zahlen einfach lächerlich. Anstatt über ein Gesetz zu streiten, das Schreddern verbietet ... sollte man sich lieber als Konsument Gedanken darüber machen, was man tun kann. Und hey, 300g? Das ist 3 mal pro Woche Fleisch auf dem Teller! 1 Portion Bolognese/Lasagne. 1 Stück Fisch. 1 Bratwürstchen. Voila, 3 Mittagessen.

Insgesamt: Einfach lächerlich.



 
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