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Handyverbot an Schulen - Ruhigeres Lernen oder Rückschritt im Umgang mit Technik?

Es ist schon länger ein heiß diskutiertes Thema. Das Handyverbot an Schulen. Laut aktueller Studien spricht sich eine deutliche Mehrheit in Deutschland für ein solches Verbot aus. Als Vorbild könnte Frankreich dienen.

Vorbild Frankreich

Seit dem 3.09.2018 gilt im Land des Fußballweltmeisters ein Handyverbot an Kindergärten und Schulen. Theoretisch besteht ein Nutzungsverbot für Handys auf den Geländen der Kitas und Schulen und bei Ausflügen für Kinder und Schüler bis zur Sekundarstufe 1. Nach der Sekundarstufe 1 haben die Schulen die Möglichkeit, das Verbot ebenfalls einzuführen, aber eine Pflicht besteht dort nicht.

Neben Handys gilt dieses Verbot ebenfalls für Tablets und Smart Watches. Das Gesetz erlaubt dem Erziehungspersonal, die Technik bei Missachtung der Regeln zu konfiszieren.

Trotz allem ist das Gesetzt bzw. dessen Auslegung nicht ganz so streng. Denn je nach Schule und Bedarf ist es sehr frei interpretierbar. So gilt die Regelung zwar für die Schule, bei Ausflügen und in Sporthallen, allerdings nicht dort, wo die Hausregeln die Nutzung ausdrücklich erlauben. Und diese Entscheidung liegt im Ermessen der Schul bzw. Kitaleitungen.

Generell wird das Verbot in Frankreich auch von vielen Erziehern sehr kritisch gesehen. Große Teile des Erziehungspersonals würden den Kindern lieber eine vernünftige und intelligente Nutzung der elektronischen Geräte ans Herz legen, da sie diese im späteren Berufsleben wohlmöglich brauchen werden.

Bedenken

Generell steht noch die Frage im Raum, wie viele Schulen wirklich ein striktes Handverbot durchsetzen werden. Wenn die Lehrer die Handys vor der Schule einsammeln und am Ende wieder herausgeben würden, wer haftet dann, wenn ein Apparat kaputt, verloren oder gestohlen wird?

Auch auf Elternseite kommt das Gesetz nicht unbedingt gut an. Sie wollen wissen, was ihre Kinder machen, wo sie sich herumtreiben und möchten sie immer erreichen können. In Frankreich besitzen über 85% der 12 bis 17-jährigen ein eigenes Handy und nicht selten wollen die Eltern selbst, dass ihr Kind ein Handy besitzt.

Lage in Deutschland

In Deutschland gibt es kein bundesweites Gesetz für die Nutzung von Handys an Schulen. Jedes der 16 Bundesländer regelt dies für sich selbst. So ist etwa Bayern das einzige Bundesland, wo es ein gesetzliches Verbot von Handy im Unterricht gibt. Auf dem Schulgelände bzw. in den Schulgebäuden dürfen Schüler, wenn sie keine Erlaubnis von einem Lehrer erhalten, ihre Handys gar nicht nutzen. Bei Verstoß dürfen die Lehrkräfte die Handys vorrübergehend wegnehmen. Wie lange das Handy konfisziert wird, liegt im Ermessen der Lehrkraft. Im Gesetz wurde bewusst auf die Nennung einer genauen Höchst- bzw. Mindestdauer verzichtet.

In NRW wiederum gibt es keine Reglung zum Handyverbot an Schulen. Es ist allerdings möglich, Handys aus dem Unterricht auszuschließen und bei Störung durch ein Handy dieses einzusammeln, allerdings nicht länger als für einen Tag. Generell sollen Handys auf den Schulhöfen nicht verboten bzw. eingesammelt werden.

Nur vor Prüfungen/ Klausuren dürfen alle Handys bis zum Ende der Prüfung eingesammelt werden. Im Falle des Missbrauches von Handys, wie etwa Cyber-Mobbing, können Schulen je nach Fall ein zeitlich begrenztes Handyverbot erlassen. Diese Entscheidung liegt allerdings bei der Schulkonferenz.

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Richtig so! Zu meiner Zeit hatte man auch keine Handys. Erst in der 10. Klasse kam das langsam auf. Und wir waren weniger abgelenkt und gestört. Ich bin seit einiger Zeit sogar bei Facebook abgemeldet. Weil mich dieser Wahnsinn von dauernd erreichbar sein etc. nur noch nervt. Grade für Jugendliche ist dieser Smartphone-Wahn einfach nur überfordernd und störend. Schule ist heute eh noch stressiger geworden als zu meiner Zeit.

Man sollte lieber, statt sich über Fortschritt den Kopf zu zerbrechen, Gedanken darüber machen, ob Schule nicht Banane ist. Lernen wir dort etwas? Bedingt. Merken wir uns etwas? Nein. Wird wichtiges Wissen vermittelt? Bedingt. Wird alltagtaugliches Wissen vermittelt? Bedingt. Ist die Schule für die meisten Kinder langweilig? Offensichtlich.

Dass die Kinder sich mit Handys etc. ablenken - und wenn keine Handys zur Verfügung stehen, dann eben mit Zettelbriefen, Blattspielen, Konsolen etc (wie bei mir früher) - ist für mich mehr als nachvollziehbar. Immerhin habe ich selbst 95% der Zeit auch nicht aufgepasst, so wie der Rest meiner Mitschüler auch nicht. Aus den oben genannten Gründen. Das ist nun 10 Jahre her, die heutige Situation der Schüler ist also nicht neu.

Sind wir aber alle beruflich etwas geworden? Die meisten ja. Was nochmal beweist: Die Schule ist zumindest zu 95% unnötig, denn man kann trotzdem studieren oder was man sich wünscht. 5% habe ich schließlich aufgepasst - in dem Fach, was mich interessiert hat. Da hatte ich zufällig einen guten Lehrer, der nicht dem Lehrplan folgte. Was schon alles sagt.

Statt also über die Kids zu reden, die sich mit allen Mitteln aus der Ödnis zu helfen versuchen - was wir früher auch alle gemacht haben -, sollte man sich eher Gedanken darum machen, warum die Kids dies so verzweifelt tun. Und dann dagegen angehen. Denn Kindern ist Neugierde angeboren - das weiß jeder, der mal eins beobachtet hat. Doch sobald sie in die Schule kommen, verlieren die meisten diese Neugierde. Ich kenne es von mir. Das führt uns zu der rethorischen Frage: Wo liegt also das eigentliche Problem?

Fazit: Es gibt im Schulwesen kaum Fortschritt, weil Menschen es nicht gebacken kriegen, eine Problemquelle zu finden. (Das bekommen sie aber NICHT nicht gebacken, weil sie es intelektuell nicht hinbekommen würden, sondern aus schlichter Faulheit, weil sie Gewohnheitstiere sind) Stattdessen verhängt man Verbote, um nicht zu viel Arbeit zu haben, und vergisst gleichzeitig, dass Verbote Menschen nicht lange aufhalten. Das zeigt die Geschichte, das zeigen die Demonstrantengruppen, das zeigte die Hippie-Bewegung, das zeigten wir alle früher, als wir Schüler waren, das zeigen die Kids heute.

Nichts hat sich verändert. Wo ist also das Problem?

Es ist sicherlich wichtig, dass Kinder mit den Medien umgehen lernen. Das Nutzen und Konsumieren müssen sie jedoch nicht lernen. Das kann man inzwischen jedem Primaten beibringen, wie so etwas funktioniert.
Um darüber zu sprechen, wie vernünftiger Konsum gelingen kann, welche Gefahren entstehen, dafür brauche ich kein Breitbandwlan und Tablets. Lediglich um vernünftige Recherchen zu begleiten ist das sinnvoll und hierzu fehlen die entsprechenden Endgeräte.
Ein klares Verbot heißt zumindest, dass deutlich wird, dass auch wenn es genutzt wird, es im Grunde nicht gewünscht ist. So sind die Fronten geklärt und keiner kann sich aufregen, wenn Konsequenzen folgen. Eine Schule in der Minderjährige andere frei fotografieren, filmen und aufnehmen wäre sicherlich keine gute Idee. Es schadet nicht, wenn man mal ein paar Stunden den Blick aus der digitalen Welt lenkt. Jahrtausende ging es schließlich auch.
ienn    04.12.2018 - 15:20 h
4 Stimme(n)

Es gab Zeiten, da wurden eingezogene Wertgegenstände der Schüler vor den nächsten großen Ferien an die Eltern ausgehändigt. Zu Hause gab es das Wort zum Sonntag und einige beliebte Strafmaßnahmen. Wir haben gelernt, daß unser Tun auch harte Konsequenzen haben kann. Das finde ich durchaus nützlich. Schade, daß sich Eltern, die solche Maßnahmen wünschen, von den Schulleitungen geblockt werden.
tom14    02.12.2018 - 21:10 h
4 Stimme(n)

Ich kenne das ganze selbst. In meiner Schule bringt das Verbot nichts. Verboten sind Smartphones in den Gebäuden. Auf dem Schulhof sind sie erlaubt. Selbst die unteren Stufen benutzen diese wann so wollen. Selbst im Unterricht.



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