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Fluesterleise
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Blog-Einträge von Fluesterleise
20.04.2026 - 20:23 h Und er dachte... (Erinnerung an früher)
Noch einmal jener sein, der frühmorgens an jetzt schon viel zu grauen Novembertagen zwischen den noch-nicht-aber-bald Passagieren an der Haltestelle steht, zwar mit reichlich Musik in den Ohren doch trotzdem nur widerwillig in den ihm immerzu viel zu vollen Bus hineinsteigt. Er, der sich dann beim Blick zum Fenster hinaus, die Scheiben angelaufen, hier und da wenigstens ein Guckloch wie im Unterdeck eines heillos überfüllten Dampfers, vielleicht ein wenig an Marie erinnert und in Gedanken die eine oder andere Erzählung formuliert. Sie, das Gefühl und die Worte, stets von der Hoffnung begleitet, nichts davon wieder zu vergessen, bevor er es hätte niederschreiben können (die Erzählung; Marie hätte er, gleich der vielen Jahre, unmöglich vergessen können). Kurz darauf, eilig ausgestiegen, froh darüber, dem Gedränge entronnen zu sein, wenn er denn überhaupt über etwas froh sein könnte und nicht eben schon den Großteil seiner Kraft eingebüßt hatte im fast schon verzweifelten Versuch, vor den Leuten bloß nicht auseinanderzufallen. Nun, zurückgekehrt in seiner alten Ruhe, die letzten Meter zu Fuß die Allee hinunter und über den großen Parkplatz hinweg zur Universität, die sie nun schon einige Monate lang beinahe täglich sein Ziel ist, bis er schon glaubte, nur noch dafür zu leben, außerhalb dieser Räume kaum noch zu existieren (tat er es denn? Wo sonst hätte man ihn kennen, er hingehören können?). Früh wird er dran sein, auch heute, doch kümmert ihn das nicht, sind die jetzigen ihm noch bleibenden Minuten, die ihm einzig wichtigen.

Er geht durch die noch stillen Flure, vorbei an der verlassenen Cafeteria mit den zusammengerückten Stühlen, dem versiegten Wasserspender und den flatternden Anschlagstafeln mit den tausenden bunten Zettelchen der WGs, in denen er nie wohnen wird, wartet im Innenhof bei Zigaretten, die er nicht raucht, dem Schachspiel mit den großen Figuren, das er nicht spielt, dafür aber einen Stift in der Hand, das Papier zerknittert und voller Fragmente auf seinen Knien, die ihm leider allzu oft viel zu nichtssagend daherkommen. Dann, wenn es an der Zeit ist, die Zeit sich als solche nicht länger leugnen lässt, wieder hinein, nicht gerade beschwingt, aber wie einer, der sein Schicksal erkannt und angenommen hat. Dort, seine ihm engsten Kommilitonen; und nun auch in den Gängen jede Menge weitere, die er nie kennenlernen wird, doch deren Geräusch er längst zu fürchten gelernt hat (an manchen Tagen hätte er fast meinen können, sie seien nur das. Geräusch). Auch Du, die Du einmal in eben jener Cafeteria, nun alles andere als verlassen, nur einen Tisch entfernt vor ihm saßt, die sich fein kräuselnden Härchen in Deinem Nacken, die seinen Blick fesselten, wie ihn lange schon nichts mehr gehalten hatte, bis er wusste, er müsse sich unbedingt davon lösen, bevor er seine Hand noch auf Deinen Arm läge, so als hätten die beide tatsächlich eine Geschichte. Eine, die vor wer weiß wie langer Zeit begann und selbst dann, wenn es nur für heute bliebe, noch kein rechtes Ende gefunden hätte (wann wäre sie denn zu Ende? Mit dem ersten, oder doch dem letzten Wort?). Dich würde er gerne noch einmal wiedersehen, würde ohne Hast warten, bis sich all die vielen Tische um Euch herum geleert hätten, einer nach dem anderen Deiner munteren Freunde längst aufgebrochen wäre, und nur Du zurückbliebst, in immer kleineren Schlückchen an Deinem Kaffee nipptest, um nur möglichst unauffällig zu warten, worauf auch immer das für Dich sein könnte - und doch nichts sagen, nichts wagen, stattdessen still den Rückzug antreten und in der Abenddämmerung, der Novemberhimmel schon wieder - oder noch immer? - grau, eher ein Dämmergrau, in den Bus nach Hause steigen, sein Kopf ein wenig brummend, auch ein wenig der langen Vorlesungen wegen, vor allem aber der Scham Deinetwegen, und deshalb lieber eine oder manchmal auch gleich mehrere Haltestellen verfrüht aussteigen, um wenigstens die letzten Meter im Licht der Straßenlaternen durch die überraschend kalte Nacht zu gehen und sich vor lauter Träumerei ein wie das andere Mal in der Haustüre irren (welche war noch gleich die richtige gewesen? War er nicht hinter jeder Tür gleich einsam?).

Und er dachte, wenn er dann in der Nacht in seinem Bett lag und den wandernden Lichtern an der Zimmerdecke zusah, dass das ein Tag wie jeder andere gewesen sei. Er wusste nicht, konnte nicht ahnen, dass er selbst das lange später einmal vermissen werde. Er würde sogar jene ganz besonders grauen Tage vermissen, in denen er zwischen den Stunden vergeblich dort auf Dich gewartet hatte, bis er sich fragte, was genau er denn hier eigentlich studiere, wenn nicht sein Unvermögen, auch nur einen einzigen Schritt zu unternehmen (das hatte aber, wie er meinte, auf keinem der offiziellen Lehrpläne gestanden). Dabei trank er ja nicht einmal Kaffee, noch dass er gewusst hätte, wie ausgerechnet er in einer Cafeteria zwischen all den Menschen gelandet war (vielleicht blieb ihm ohnehin das als größtes Rätsel, denn er erkannte sich darin kaum wieder). Du aber, nun, Du kamst einfach nicht wieder. Und je länger er wartete, desto bedrohlicher schwoll das Geräusch der Flure an, bis er fürchtete, es könnte kurzerhand über ihm zusammenbrechen. Dann kam auch er nicht mehr.

(März diesen Jahres)

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