Zuletzt hier: 05.02.2026Mitglied seit: 03.02.2026Geburtstag: 4.8.1984 (41)
Blog-Einträge von Federmann
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05.02.2026 - 06:28 h
Eine kleine übermüdetet Blogeintrag heute
Zu früh gekommen und von der ersten Sekunde an geliebt der Moment, in dem unser Sohn unser Leben veränderte
Es begann mit Schmerzen, die wir nicht einordnen konnten. Etwas fühlte sich falsch an. Die Ärzte entschieden schnell, dass wir ins Krankenhaus fahren sollten. Wenig später standen wir in der Notaufnahme und plötzlich wurde alles laut, schnell und unübersichtlich. Menschen bewegten sich hastig um uns herum, Stimmen überschlugen sich, doch wir verstanden nichts. Wir beide wussten nichts.
Die Zeit verlor ihr Maß. Minuten fühlten sich an wie Stunden. Dieses Warten brannte sich tief in mein Herz. Dieses hilflose Dasein zwischen Hoffnung und Angst. Dann kam der Arzt zu uns. Er sah uns an und sagte zuerst einen Satz, der in diesem Moment nicht in diese Welt zu passen schien. Herzlichen Glückwunsch.
Ich verstand nicht. Sie sah ihn an und fragte leise warum.
Dann sprach er weiter. Sie haben einen Sohn geboren. Ein sehr kleines Kind. Ein sehr frühes Kind. Ein Frühchen. Während er medizinische Fakten erklärte, Zahlen nannte und Risiken aufzählte, hörte ich nur Bruchstücke. Worte wie kritisch, intensiv und ungewiss schwebten im Raum und legten sich schwer auf mein Herz.
Sie sah mich an. In ihrem Blick lagen Angst, Liebe und diese eine unausgesprochene Frage. Und noch bevor der Arzt ausgesprochen hatte, wusste ich, was ich fühlte. Dieses Kind ist echt. Es ist unser Kind. Egal was jetzt kommt. Egal welche Hürden und Hindernisse vor uns liegen. Ich werde dich immer unterstützen. Und ich werde dieses Kind genauso lieben wie unsere anderen Kinder.
Sie nickte. Und fast gleichzeitig sagten wir es beide, als hätten wir es vorher geprobt. Wir versuchen alles. Wirklich alles.
Der Arzt schwieg einen Moment. Dann sagte er, dass er selten sehe, wie sich zwei Menschen in so einer Situation so fest aneinander halten. Dass genau dieses Zusammenstehen oft mehr Kraft habe als jede medizinische Maßnahme.
In diesem Moment verstand ich, dass unser Sohn zwar viel zu früh gekommen war, aber niemals zu früh geliebt wurde. Und dass Stärke manchmal genau dort beginnt, wo man glaubt, keine mehr zu haben.
Zu früh gekommen und von der ersten Sekunde an geliebt der Moment, in dem unser Sohn unser Leben veränderte
Es begann mit Schmerzen, die wir nicht einordnen konnten. Etwas fühlte sich falsch an. Die Ärzte entschieden schnell, dass wir ins Krankenhaus fahren sollten. Wenig später standen wir in der Notaufnahme und plötzlich wurde alles laut, schnell und unübersichtlich. Menschen bewegten sich hastig um uns herum, Stimmen überschlugen sich, doch wir verstanden nichts. Wir beide wussten nichts.
Die Zeit verlor ihr Maß. Minuten fühlten sich an wie Stunden. Dieses Warten brannte sich tief in mein Herz. Dieses hilflose Dasein zwischen Hoffnung und Angst. Dann kam der Arzt zu uns. Er sah uns an und sagte zuerst einen Satz, der in diesem Moment nicht in diese Welt zu passen schien. Herzlichen Glückwunsch.
Ich verstand nicht. Sie sah ihn an und fragte leise warum.
Dann sprach er weiter. Sie haben einen Sohn geboren. Ein sehr kleines Kind. Ein sehr frühes Kind. Ein Frühchen. Während er medizinische Fakten erklärte, Zahlen nannte und Risiken aufzählte, hörte ich nur Bruchstücke. Worte wie kritisch, intensiv und ungewiss schwebten im Raum und legten sich schwer auf mein Herz.
Sie sah mich an. In ihrem Blick lagen Angst, Liebe und diese eine unausgesprochene Frage. Und noch bevor der Arzt ausgesprochen hatte, wusste ich, was ich fühlte. Dieses Kind ist echt. Es ist unser Kind. Egal was jetzt kommt. Egal welche Hürden und Hindernisse vor uns liegen. Ich werde dich immer unterstützen. Und ich werde dieses Kind genauso lieben wie unsere anderen Kinder.
Sie nickte. Und fast gleichzeitig sagten wir es beide, als hätten wir es vorher geprobt. Wir versuchen alles. Wirklich alles.
Der Arzt schwieg einen Moment. Dann sagte er, dass er selten sehe, wie sich zwei Menschen in so einer Situation so fest aneinander halten. Dass genau dieses Zusammenstehen oft mehr Kraft habe als jede medizinische Maßnahme.
In diesem Moment verstand ich, dass unser Sohn zwar viel zu früh gekommen war, aber niemals zu früh geliebt wurde. Und dass Stärke manchmal genau dort beginnt, wo man glaubt, keine mehr zu haben.
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